Die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen ist in die zweite Phase gestartet und die Novemberhilfen können ab sofort beantragt werden.

1. Corona-Überbrückungshilfe II

Die ursprünglich bis August 2020 vorgesehene Corona-Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung. Infolgedessen können kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbständige und Freiberufler, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, auch noch für die Monate September bis Dezember 2020 bis zu EUR 200.000 als nicht-rückzahlbare Förderung erhalten. Die Grundstruktur der Überbrückungshilfe als branchenoffenes Zuschussprogramm zu den betrieblichen Fixkosten wird dabei auch in der zweiten Phase aufrechterhalten. Allerdings werden im Gegensatz zur ersten Phase die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Damit greift das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wichtige Anregungen aus dem Kreis der von der Pandemie betroffenen Unternehmen auf.

Anträge für die Corona-Überbrückungshilfe II können seit Ende Oktober gestellt werden. Die Antragsfrist wurde um einen Monat verlängert, sodass durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen dieses staatliche Hilfsprogramm bis zum 31. Januar 2021 beantragen können.

Zur Antragstellung berechtigt sind Antragsteller, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten (bisher mindestens 60 % Umsatzeinbruch) oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Erstattet werden

  • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher 80 % der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher 50 % der Fixkosten) und
  • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (bisher bei mehr als 40 % Umsatzeinbruch

Als förderfähige Fixkosten gelten unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten sowie weitere feste Ausgaben. Zudem wurde die Personalkostenpauschale von bisher 10 % auf 20 % erhöht. Mit der Erhöhung der Personalkostenpauschale soll insbesondere jenen Unternehmen geholfen werden, die weiter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigung halten, um den Betriebserhalt zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die bislang geltenden Höchstgrenzen der Überbrückungshilfe für Klein- und Kleinstunternehmen in der zweiten Phase ersatzlos gestrichen.

Als förderfähige Fixkosten gelten unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten sowie weitere feste Ausgaben. Zudem wurde die Personalkostenpauschale von bisher 10 % auf 20 % erhöht. Mit der Erhöhung der Personalkostenpauschale soll insbesondere jenen Unternehmen geholfen werden, die weiter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigung halten, um den Betriebserhalt zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die bislang geltenden Höchstgrenzen der Überbrückungshilfe für Klein- und Kleinstunternehmen in der zweiten Phase ersatzlos gestrichen.

2. Novemberhilfen

Die Novemberhilfen des Bundes können ab sofort beantragt werden und richten sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen betroffen sind. Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten oder indirekt davon besonders stark betroffen sind. Darunter fallen entsprechend auch Kulturschaffende. Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich wie bei der Überbrückungshilfe über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwalt). Hiervon ausgenommen sind Soloselbständige, die nicht mehr als EUR 5.000 Förderung beantragen. Diese können den Antrag selbst stellen, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse tageweise anteilig für die Dauer der Schließung in Höhe von 75 % des entsprechenden Umsatzes im November 2019 gewährt. Alternativ kann der durchschnittliche Monatsumsatz im Jahr 2019 zugrunde gelegt werden. Die Antragstellung ist am 25. November 2020 gestartet. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, sind Abschlagszahlungen ab Ende November vorgesehen.

Eine Überbrückungshilfe III ist bereits in Planung. Wir halten Sie dazu auf dem Laufenden. Sollten Sie Fragen zur Corona-Überbrückungshilfe oder den Novemberhilfen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Wir unterstützen Sie ebenfalls gern bei der Durchführung des Antragsverfahrens.